Märzrevolution 1848
Die Märzrevolution war die erste Revolutionsphase der Deutschen Revolution 1848-1849. Die Ursachen der Revolution lagen allerdings zunächst in Frankreich. Die Franzosen lehnten sich gegen den Bürgerkönig Louis Philippe auf und erzwangen die Republik. Zu dieser Zeit gab es in Deutschland ebenfalls einige politisch-soziale Gruppen, die mit der politischen Lage Deutschlands sehr unzufrieden waren, z.B. durch die Erhaltung der Feudalrechte und die Arbeitslosigkeit der Heimwerker durch die Industrialisierung. Die erfolgreiche Revolution in Frankreich ermutigte die deutschen Bürger zur Deutschen Revolution.
Die wirtschaftlichen und sozialen Spannungen entluden sich Anfang März 1848. Die Bauern versammelten sich in alten Bauernkriegsgebieten von Thüringen bis Baden und stellten einige Forderungen auf, unter anderem die Aufhebung der Feudallasten und der bürgerlichen Privilegien des Adels. In den Städten gab es Massendemonstrationen, wodurch die Regierung den sogenannten Märzforderungen, z.B. Versammlung-, Vereins-, und Pressefreiheit, akzeptierte, um einen Konflikt zu vermeiden. Allerdings traf am 13. März 1848 in Berlin die Bürgerbewegung trotzdem auf das Heer der Regierung und es kam zu einigen Straßengefechten. Daraufhin erlaubte die Regierung drei Tage später eine unbewaffnete Büregerwehr und versprach eine eigene Verfassung für Preußen und die Abschaffung der Zensur. Als sich die dankbaren Berliner am 18. März vor dem Schloss versammelten, kam es zu weiteren Ausseinandersetzungen mit dem Militär, welches ohne große Beweggründe in die Menge marschierte. Der preußische König Wilhelm IV. entschuldigte sich bei seinen Bürgern, zog seine Truppen zurück, berief die preußische Nationalversammlung und versprach die deutsche Einheit.
Die Deutsche Revolution 1848-1849 scheiterte allerdings. Man war sich nicht sicher, ob man sich für die großdeutsche Lösung (inklusive Österreich) oder die kleindeutsche Lösung (ohne Österreich) entscheiden sollte. Außerdem lehnte der preußische König die deutsche Kaiserkrone ab, da er mit dem Verfassungsvorschlag nicht einverstanden war.
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